www.erlustigung.org

Die BürgerInneninitiativen rufen zum Aktionstag:
7. November 2009, 14:00 Augartenspitz
Bühnenprogramm, Blumenmeer, Musik, Menschenkette
15 Uhr Fototermin mit allen Promis

Die Zivilgesellschaft wehrt sich! Nach der gewaltsamen Räumung des Augartenspitzes durch eine private Firma unter „Aufsicht“ der Polizei fordern die BürgerInnen endlich einen demokratischen Prozess zu ermöglichen. Der friedliche Widerstand mit weit über 10.000 UnterstützerInnen setzt sich gegen Verschleuderung von öffentlichem Grund an private Investoren und für einen Erhalt von Grünraum und Öffnung des Augartens ein.
Am Samstag, 7. November, rufen sie mit vielen KünstlerInnen und Kulturschaffenden zum Protest auf:

Programm am Aktionstag, ab 14:00, Obere Augartenstraße, vor dem Eingang zum Augartenspitz – mit
Wiener Tschuschenkapelle, Otto Lechner & Anne Bennent, Ljubinka Jokic & Friends, Die Mondscheinbrüder, Ensemble Bulgariaska / Benjy Foy Rosen Band (New York), Ute Bock, Natascha Mirkovic-de Ro, Doron Rabinovici, Robert Menasse, Julya Rabinowich, Richard Weihs, Peter Ahorner, Peter Huemer, Raja Schwahn-Reichmann u.a.

Für die Grünen wird Wolfgang Zinggl, NA-Abg. und Kultursprecher der Grünen, auf der Bühne sein Statement zum Augartenspitz abgeben.

Veranstaltet wird der Aktionstag von den BIs Josefinisches Erlustigungskomitee, Verein Freunde des Augartens, Aktion 21 – Pro Bürgerbeteiligung und zahlreiche andere Initiativen

Die Grünen – der Leopoldstadt, von Wien und die Bundesgrünen – unterstützen den Aktionstag und die Forderungen der Bis.

Liebe ALLE kommt vorbei, seid sichtbar, signalisiert mit der Teilnahme am Aktionstag, dass der Widerstand gegen Verbauung des Augartens breit getragen wird und nicht nur aus einer kleinen Gruppe von „Berufsdemonstranten“ besteht. Stärkt den unermüdlich tätigen BürgerInneninitiativen und den FESTsetzerInnen vor Ort den Rücken!

Das Josefinische Erlustigungskomitee macht die Ankündigung war und erfreut uns nun schon täglich!

Wir freuen uns sehr, kurzfristig für Samstag, 31.10. ab 13.00 das „Jozev Kvarteto“ bei uns am Augartenspitz im Spitzlzelt begrüßen zu dürfen.
Sie spielen mit Geige, Gitarre und Akkordeon Roma-Musik aus der Slowakei. Daniel begleitet sie mit Percussion.

Termin: Samstag 31.10. ab 13:00
Ort: Augartenspitz, Widerstandszelt (geheizt!)

Das Josefinische Erlustigungskomitee sucht immer wieder „erfreuliche Gelegenheiten, um uns – abseits der gerade stattfindenden Sondierungsbohrungen und der allgegenwärtigen „Berliner Mauer“ am Augartenspitz – Erlustigendes als Alternative zu einer Glas-Stahl-Beton-Musikhalle für die Wiener Sängerknaben zu bieten“, wie es auf www.erlustigung.org zu lesen ist. Das nehmen wir doch gerne an, verwöhnt uns doch weiter!
Die kirgisisch-sibirische Band um Natalja Nelubova präsentiert ihre wunderbare Musik im geheizten Zelt. Feurige und kuschelige Atmosphäre ist garantiert!
Am Vortag ist sie im Ost Klub, also ihr könnte sie also 2 mal hören und sehen! Samstag 31.10.2009 um 20:30 im Ost Club.

Natalja Nelubova spielte am Tag der Räumung durch die Polizei im Augartenspitz.

Samstag, 24. Oktober 2009, 20.00 Uhr: Konzert mit Alexei Rosov und Isaac Loberan

Am Samstag um 20:00 wird der virtuose Geiger Alexei Rosov aus Moskau am Augartenspitz gemeinsam mit Isaac Loberan ein Klezmer-Konzert geben!

Das Widerstandszelt wird geöffnet, die BesetzerInnen und die BürgerInneninitiativen freuen sich auf zahlreichen Besuch!

Eintritt frei, Spenden erwünscht!

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Von innen wurde das neue Holztor von der Söldner-Truppe "gesichert"

Eine Baustelle wird eingerichtet

Von Bauarbeitern wurden nach der demokratie- und sicherheitspolitischen bedenklich gewaltsamen Räumung durch eine private Firma unter „Aufsicht“ der Polizei am 7.10. die Bauzäune durch Betonblöcke verstärkt.

Das läßt die Widerständler und FESTsetzerInnen nicht davon abhalten, in mm-Arbeit die Bauzäune nach innen zu verschieben. Der Zirkuswagen des Filmarchivs mußte auf Verfügung der Sängerknaben verschoben werden.

Dann wurde ein hoher Holzzaun wurde von einer Baufirma hinter dem Bauzaun aufgestellt, ein Tor und zwei Türen eingebaut.

AugartenspitzschützerInnen errichten wieder eine Zeltstadt

Die FESTsetzerInnen bauen die Zeltstadt wieder auf, ein großes beheizbares Zelt mit Holzboden und Rollstuhlrampe wird aufgestellt und diesen Samstag feierlich eröffnet.
Der Zirkuswagen mußte noch ein zweites Mal verschoben werden, die Sängerknaben drohten mit Abschleppen auf Kosten des Filmarchivs.
Da wieder ein Eindringen von Baumaschinen befürchtet wird, wird der Bauplatz ausgeleuchtet und die Eingänge nächtens auch von den FESTsetzerInnen überwacht.

Über 10 Securities am Augartenspitz stehen bereit

Nun sind alle 5 Beklagten bekannt. Neben Mag.a Raja Schwahn-Reichmann sind auf Unterlassung geklagt Dr. Monika Roesler-Schmidt, Mag.a Eva Hottenroth, Adi Hasch und Peter Horn.
Die Klagsinhalte dürften bis auf die Schmähungen an Mag.a Raja Schwahn-Reichmann die selben sein, es sind aber noch nicht alle Klagen zugestellt worden, somit können wir sie noch nicht zum Vergleichen einsehen.

Die Beklagten vertreten BürgerInneninitiativen und die Grünen Leopoldstadt

Aber Achtung. Es sind nur Eltern mit Kindern zwischen 3 und 10 erwünscht! – „Gemeinsam mit ihren Eltern dürfen interessierte Kinder …“

Aber eigentlich sind nur Jungs willkommen

„Besonders angesprochen sind alle Buben, die gerne selbst einmal den Matrosenanzug tragen möchten.“ Eine seltsame Form eines Tags der offenen Tür. Aber so sind sie, die Sängerknaben. Abschotten, wie es jetzt auch am Augartenspitz zu sehen ist. Eine fast 3 Meter hohe Holzmauer schützt Nettigs Privatpolizei und wahrscheinlich auch bald bauausführende Firmen vor den bösen Blicken der AugartenschützerInnen.

Trotzdem, wer Kindergarten, Volksschule, Gymnasium, das Gelände oder das Palais kennenlernen möchte, es erwarten die BesucherInnen Führungen, Spielstationen. Abschließend gibt es sogar ein gemeinsames Singen mit dem weltberühmten Chor. Weitere Infos auf der Seite der Wiener Sängerknaben: www.wsk.at

Ein weiterer grandioser Videobericht von wientv.org. Unter „Paramilitärischer Überfall am Augartenspitz“ kommen Betroffene zu Wort, die ihre Fassungslosigkeit über die Aggressivität der Security zum Ausdruck bringen. Wolfgang Weber zeigt weiters nicht gerade „leuchtende“ Beispiele der Polizei, die untätig der Gewalt von Privaten zugesehen hat.
Ein Security gab zu, „es sind Leute von uns geschlagen worden“. – Die Betroffenen haben Anzeigen erstattet, ärztliche Befunde liegen vor. Im Polizeiprotokoll ist übrigens zu lesen, daß der angezeigte Security-Mitarbeiter von der Firma AUSEC ist. Danke für diese Bestätigung, da die Firma Ausec JournalistInnen gegenüber abgestritten hat, in dieser Sache involviert zu sein, sie habe damit nichts zu tun. Lug und Betrug überall, wenn man in diese Sache hineinstochert.

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Mittwoch, 7. Oktober 2009, Tag 96 der FESTsetzung neu. Der Tag begann früh morgens um 4 Uhr. Die Hündin Pizza bellte und nach einer Sekunde des Schlafwegschüttelns, die Bauzäune lärmen – Rufe von außen, „wir werden geräumt“.

Räumung

Tiefe Finsternis, Regen, viele finstere Gestalten, vermummte Gestalten? Viele dieser Männer haben starke Leuchten in der Hand, mit denen sie blenden und ein Fotografieren unmöglich machen wollen. Geschrei, Bauzaungeklirre, Hin- und Hergeschiebe beim Bauzaun. Tische und Bänke, Rajas Kunstwerke und Zelte werden hinausgetragen. Schnell zurück ins Zelt, im Trockenen telefonieren. SMS versenden. 5, 6, 7 oder mehr Securities dringen in das Zelt ein. Das Zelt soll abmontiert werden. Ein Band in der Mitte verhindert es. Sie wollen zugreifen, immer das Anleuchten in die Augen, wieder ein Versuch zu fotografieren. Pizza hat Angst, bellt, schnappt nach dem, was sich bewegt, ich nehme sie am Halsband zu mir. Polizisten stehen vor dem Zelt. Unzählige Hände greifen nach mir, heben mich auf, ich schreie um Hilfe. Die Polizei im Vorbeitragen, in der Art, selber Schuld.
Die Polizei läßt Gewalt zu!

Rettet den Augartenspitz

Hier wird dokumentiert, wie wir BewohnerInnen der Leopoldstadt uns gegen die Zerstörung und Vermarktung unseres öffentlichen Raumes wehren!

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