
Keine Lösung für die Reisebusse
Als Reaktion auf unsere letztwöchige Pressekonferenz zu den durch die Konzerthalle zu erwartenden Verkehrsproblemen für dir AnrainerInnen hat SP-Bezirksvorsteher Kubik eine Presseaussendung ausgeschickt.
Laut BV Kubik arbeitet „der Bezirk“ schon längst an einem neuen Verkehrskonzept für die Konzerthalle. Interessant, davon haben wir bisher nichts gehört. Möglicherweise wird es nun ein Bezirksvorsteher-Verkehrskonzept geben. Was wohl die Sängerknaben dazu sagen werden? Ob die schon davon gehört haben?
Jedenfalls finden sich in Kubiks Presseaussendung einige eigenartige Aussagen:
“Wir planen, den Autoverkehr zum Sängerknabenkonzertsaal bereits frühzeitig abzufangen. Die Autos werden also gar nicht bis in den zweiten Bezirk fahren und es wird kein Verkehrschaos geben.”
Man darf gespannt sein, wie ihm das gelingen will.
Seine Aussagen zum Busverkehr sind da schon konkreter: „Geplant sind lediglich einzelne Veranstaltungen für Schulklassen. Da werden dann an wenigen Tagen im Jahr vielleicht fünf bis zehn Autobusse zum Konzertsaal fahren, und zwar tagsüber und nicht am Abend.”
Sehr geehrter Herr Bezirksvorsteher, bei den Bussen, die bei der Konzerthalle nicht stehen bleiben können, weil es keinen Busparkplatz gibt, handelt es sich nicht um Schülerbusse, sondern um Reisebusse mit Touristen in festlicher Abendrobe, die die Abendvorstellung der Sängerknaben besuchen wollen. Das geht auch eindeutig aus dem ersten Verkehrsgutachten des Verkehrsplaners Knoflacher hervor und liegt ja wohl auch auf der Hand.
Kubiks Ausführungen lassen also befürchten, dass seine Arbeit an einem neuen Verkehrskonzept zu keinem erfolgreichen Ergebnis führen wird. Macht nichts, schließlich geht es ja nicht um eine echte Lösung, sondern darum, zu beschwichtigen und abzuwiegeln.
Schließlich hat sich ja auch Bürgermeister Häupl bereits klar für die Sängerknaben-Konzerthalle ausgesprochen, da ist es wohl die Aufgabe des Bezirksvorstehers, sich auch für das Projekt ins Zeug zu legen.



2 Kommentare
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15. Februar 2010 um 12:45
Friedrich Hochmann
Wenn Herr BV Kubik an einem Verkehrskonzept arbeitet ist Gefahr im Verzug. Seine letzte diesbezügliche Arbeit dürfte der Bus 82A gewesen sein. Eine Linienführung die an wesentlichen Zielen im Bezirk vorbei geht, Keine Hinweise auf die Endstelle des 82A am Praterstern. Entfernung dieser Endstelle von den Haltestellen der anderen Straßenbahn und Buslinien am Praterstern ca. 400m. Die Folge leere oder fast leere Busse der linie 82A, die nur Lärm verursachen und viel Geld kosten. Aber dieser Bus stellt lt. BV Kubik einen “Super 21er” dar als ERsatz der eingestellten Straßenbahnlinie 21.
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