Der 26. August 2008 ist der FESTsetzungstag 52 nach Rechnung des Augartenspitz-Blogs und beginnt mit einer Pressekonferenz der BürgerInneninitiativen.
Das Josefinische Erlustigungskomitee ist seit 7. April 2008 ununterbrochen, Tag und Nacht am Spitz vertreten, wie Raja Schwahn-Reichmann bei der Pressekonferenz betont.
Schauspielerin, Baumpatin und Bewohnerin des Augartens Anne Bennent liest Stellungnahmen von „intelligenten Menschen“ zum Augartenspitz und
Robert Menasse findet harte Worte für die Betreiber der Verbauung des Augartenspitzes:
„Wieso Menschen, wie Nettig mit seiner Fotokette und in Niederösterreich Gabmann mit seiner Baustoffkette, die als Großunternehmer in Konkurs gehen und anschließend Wirtschaftslandesräte von Wien und Niederösterreich werden und dann den Menschen erklären was Demokratie ist… Sie sind durch Paternalismus nach halber betrügerischer Krida in Ämter gehieft und belohnt worden für Parteitreue und Parteisoldatentum…
Es geht uns überhaupt darum, daß der Augartenspitz geöffnet wird, als logische Achse von der U-Bahn, für die Anrainer, für die Besucher…“
Maria Vassilakou (Grüne) spricht sich für den Ort Nordbahnhof für die Konzerthalle der Wiener Sängerknaben aus, Monika Roesler-Schmidt von den FreundInnen des Augartens zeigt anhand eines Planes, daß die Sängerknaben bereits jetzt mit dem Palais Augarten, dem Josefsstöckl, den rundherumliegenden Grünflächen und Barockgärten ein sehr großes Stück des Augartens benützen, weitere 500 m2 sollen über die Augartenmanufaktur hinzukommen und sie wollen nun auch den Spitz dem „Volke“ entziehen.
Die DCV harrt seit Jahren in den Startlöchern für den nächsten Bau im Augarten
Wenn einem Begehren nachgegeben wird, sagt Monika Roesler-Schmidt zurecht, wird das nächste folgen. Die DCV wartet schon seit Jahren, die Flaktürme im Augarten sollen mehrstöckige Büro-Hotel-Aufsätze mit Panoramaaußenlift bekommen. Auf www.baustopp.at wird das Projekt beschrieben.
Abbau des kinowienochnie geht weiter

Millimeterarbeit im Augartenspitz – der Abtransport von Platten vom Kinowienochnie.
Foto: Ruth Dögl
Aufregung pur – die Zugmaschine mit langem Aufsatz paßt auf den Millimeter genau in die Einfahrt hinein, der Aufsatz oben wurde abmontiert und vor dem Eingang abgestellt. Die riesigen Untersatzplatten von der Bühne und den Gastronomiehütten werden bis Donnerstag abtransportiert. Wenn nicht die Bauzäune schon weggewesen wären, dann spätestens jetzt hätten sie weichen müssen.
Friedvolle Stimmung im Augartenspitz
Spät nachmittags trafen dann drei Hühner und ein Hahn ein, Katharina und Mischa haben sie aus NÖ geholt, sie müssen nun in keine Legebatterie! Mit den Bauzäunen wurde ein schönes Außengehege eingerichtet. An bis zu 3 Laptops wird gearbeitet, Arbeitstreffen finden statt. An mehreren Ecken wird gekocht und gefeiert, kleine und große Kinder plantschen im Pool, die Temperatur ist angenehm lau. So soll es sein!
Augartenspitz – Widerstand wie noch nie!

Der Aufsatz über den Eingang in den Augartenspitz verkündet unsere Botschaft.
Foto: Ruth Dögl
Fotoalbum von der Pressekonferenz
oTöne von der PK von Radio Orange
Link zum Fotoalbum vom Treiben am Augartenspitz folgt!



5 Kommentare
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27. August 2009 um 10:29
Robert
Ist doch paradox, man vernichtet uriges Grünland und will anstelle mit Gewalt einen hässliche Bauklotz hinstellen und nahe dem Zentrum verfallen wegen brutaler Bauspekulation die Sofiensäle.
Die Sofiensäle wären doch ein idealer Konzertsaal.
3. September 2009 um 15:38
maria
bin völlig ihrer meinung(!)
ich hab auch an die sofiensäle gedacht…
ein ideales gebäude für einen konzertsaal.
es wäre immer noch möglich die alte bausubstanz
mit moderner ergänzung zu retten!
3. September 2009 um 18:59
Uschi Lichtenegger
Es ist traurig, daß so eine Selbstverständlichkeit erst eine mediale Öffenltichkeit braucht. Und, der Augarten war bis jetzt parteifrei – nach Protesten der Grünen der Brigittenau vom letzten Bezirkswahlkampf, wo Jarolim SPÖ-Werbung verteilend gesichtet wurde, war es eigentlich tabu. Nun gibt es eigentlich auch keine Zurückhaltung für uns Grüne, im Augarten wahlzukämpfen. Was meint ihr?
3. September 2009 um 19:04
Uschi Lichtenegger
Sofiensäle, so schön waren sie, die Konzerte dort
echte Highlights. Wo gibt es das noch, Atmosphäre und gute Musik!
Ja zu einem Wiederaufbau – Wer auch immer dort einzieht!
27. August 2009 um 11:29
selma
na da kennst sich aber jemand aus