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Augartenspitzbesetzungsgulasch

Gulaschkanone

Gulaschkanone

Zutaten (für ca. 15 Leute)
bis zu 4 kg Zwiebel – Richtwert die doppelte Menge des Fleisches für viel Saft!
2 kg Wadschunken (saftiges Rindfleisch mit Flachsen)
Öl
ein paar TL Paprika
2 TL Kümmel
Majoran
Salz
Spritzer Essig

Zubereitung
Die fein geschnittenen Zwiebeln in heißem Fett anrösten, Paprika darüber streuen und sofort mit etwas Essigwasser löschen, das kleinwürfelig geschnittene Rindfleisch mit Kümmel beigeben und das ganze im eigenen Saft weich dünsten; dabei immer wieder rühren und mit etwas Flüssigkeit aufgießen.

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Vor bald 24 Stunden – am Sonntag, 6. Juli ’09 um 22.oo Uhr abends – hat die Besetzung des Aufgartenspitz begonnen, um gegen die exklusive und private Verwertung dieses beliebten innerstädtischen öffentlichen Raums zu protestieren.

Die Bevölkerung spricht sich klar dagegen aus, diesen öffentlichen Grund im natur-und denkmalgeschützten Ensemble für eine Konzerthalle herzugeben, für die es viele bessere Standorte gäbe.

Um zu verhindern, dass Bauarbeiten, Bohrungen und schnell installierte Absperrungen des Geländes unwiderrufliche Verhältnisse schaffen, haben sich die Bürgerinitiativen mit Unterstützung der Grünen aus dem Bezirk kurzfristig zur Besetzung des Geländes entschlossen.

Die Bilanz nach einem Tag Besetzung
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Liebe Freundinnen und Freunde des Augartens,
und insbesondere des Augartenspitzerls!

Security zieht ab

Security zieht ab

Heute war noch einmal zu hören, dass ein Bauzaun aufgestellt werden soll. Heute wohl nicht mehr, aber offenbar morgen Dienstag 7.7.
Das müssen wir unbedingt vermeiden!

Daher brauchen wir, und zwar schon in aller Früh (es gibt Menschen die Zelte aufgeschlagen haben, aber um 6:30 bis 10:30 ist die Gefahr wohl am größten):

  • Viele Menschen, die mit ihren Kindern die schönen neuen Spielmöglichkeiten nutzen
  • Viele Menschen, die das schöne Wetter für Picknicks auf der Wiese, den Pölstern und Bierbankerln nutzen
  • Viele Menschen, die auch gelegentlich nicht ganz schönes Wetter für Picknicks unterm Zelt, spielen in der überdachten Sandkiste und dem neuen Spielhäuschen nutzen
  • Und zwar den ganzen Tag!
  • Abends darf man sich dann mit Slow-Food stärken und einen Film von kinowienochnie ansehen…

Es grüßt das Josefinische Erlustigungskomitee

Der Augarten wird im Wiener Arten- und Lebensraumschutzprogramm „Netzwerk Natur“ neben Prater und Freudenau, zu den bedeutenden Naturräumen des Bezirks gezählt.
Als eines der Ziele von „Netzwerk Natur“ wird die Einbringung von Sonderstrukturen zur Verbesserung der Lebensraumverhältnisse für prioritäre Arten genannt (Kleingewässer, Trockensäume), ehe das nicht geschehen ist, sollte es eigentlich keine Baugenehmigung für das Sängerknabenprojekt geben.

Schutz für Tiere und Pflanzen
Für priortär bedeutende, streng geschützte Pflanzen- und Tierarten muss gemäß §15 Wiener Naturschutzgesetz ein Artenschutzprogramm erstellt werden. Es gehört zu den Hauptaufgaben des „Netzwerk Natur“ diese Artenschutzprogramme zum dauerhaften Schutz von priortär bedeutenden Tier- und Pflanzenarten zu erstellen und geeignete Lösungen für eine Erhaltung dieser sensibelsten und gefährdetsten Arten Wiens zu entwickeln.

zur Liste der im Augarten gefährdeten Tierarten …

Am 5. Juli 2009, 21.40 Uhr, spricht Raja Reichmann-Schwahn zum Kinopublikum. Um 22.07 Uhr Ortszeit beginnt die Besetzung des Augartenspitzes.

Zelte werden aufgebaut, die meisten widerstandslos. Bei einem Zelt hapert es mit den vielen Stangen und Planen und es muß mit dem Aufbau gewartet werden, bis der Besitzer nach Filmende – Sonderberghs Che – das Kommando übernimmt und kurz darauf steht auch dieses Zelt.

Die KinobesucherInnen erkundigen sich nach dem Grund der Besetzung, viele – besonders die jungen Leute – lassen sich vor dem besetzen Gelände fotografieren. Einige gesellen sich zu den AugartenfreundInnen.

Ruhe kehrt ein am Spitz
Ca. 50 Personen werden die Nacht am Gelände verbringen. Das warme Wetter lockt nicht nur Campingfans im Freien zu übernachten. Bis in die Morgenstunden ist die Waldohreule zu hören, durchdringend sind ihre Schreie. Um 4 Uhr bricht die Morgendämmerung an, die meisten schlafen nun.

Ab 7 Uhr kommen AnrainerInnen vorbei und bringen Kaffee in Thermoskannen, frische Semmeln und Butter und frühstücken mit den BesetzerInnen. Erste Filmaufnahmen, Fotos und Interviews werden von Journalisten gemacht. Und ein Eichkätzchen sitzt lärmend am Marillenbaum und macht so auf die köstlichen Früchte aufmerksam.
Der Augartenspitz am 6. Juli 2009 um 8 Uhr ist noch ein Paradies.

Eine „Besetzung“ für den Augartens war früher sehr erfolgreich!
Nicht unbegründet sind Zuversicht und eine tolle positive Stimmung unter den BesetzerInnen. Immerhin brachte schon einmal der Protest gegen die Verbauung des Augartens ein überaus erfolgreiches Ergebnis!

siehe auch die fortlaufende Foto-Doku hier im Blog!

Schon einmal brachte der Protest gegen Verbauungen des Augartens  ein bemerkenswertes Ergebnis.

Die „FreundInnen des Augartens“ hatten sich damals erfolgreich gegen eine weitere Verbauung gewehrt, einen Sportplatz der Hakoah.
Auch damals ging es nicht darum, den Sportplatz selbst zu verhindern, sondern von der Stadt Wien zu fordern, dass dafür ein geeignetes Grundstück zu Verfügung gestellt würde, statt den wichtigen Lebensraum des Augartens zu verbauen.

Der Erfolg der damaligen Proteste, der Hartnäckigkeit der AnrainerInnen, Bürgerinitiativen und BesetzerInnen brachte letztlich ein für alle sehr ansehnliches Ergebnis.
So wurden in der Folge der Israelitischen Kultusgemeinde und der Hakoah der Grund im Prater restituiert. Die Zwi Perez Chajes-Schule und das Sportzentrum sind mittlerweile in der Simon-Wiesenthal-Gasse errichtet und sind bereits in Betrieb. Das neue Maimonides-Zentrum ist aktuell im Bau.
Das Sportzentrum ist übrigens für alle zugänglich, zB. gibt es Kinderjudo mit Olympiasieger Peter Seisenbacher.

Gegen Mitternacht stehen 6 Zelte, ein weiteres wird gerade aufgebaut. Es sind UnterstützerInnen da, die im Camp vorbeischauen und ihre Telefonnummern hinterlassen, um beim Auftauchen der Baumaschinen sofort wieder vorbei zu schauen.
Die Zuschauer des Films im ‚Kino wie noch nie‚ kommen gerade von der Vorführung.
Manche verlassen den Augartenspitz vorbei an den Zelten, einige setzen sich noch auf das eine oder andere Getränk, manche plaudern mit den Besetzerinnen und Besetzern. Unter ihnen auch Hans Hurch von der Viennale.

Jetzt bricht die erste Nacht an, ab 5.00 oder 6.00 vielleicht auch erst 7.00 in der Früh sind die Bauarbeiter zu erwarten. Am Montag soll das Gelände vorerst geräumt werden, Standeln (und jetzt auch Zelte) müssten entfernt, erste Sträuche und Bäume gerodet werden.

Am Dienstag sollten dann bereits die Bohrungen beginnen. Der Plan ist aber freilich, die Bauarbeiter schon am Montag am Eindringen in das Gelände zu hindern. Dazu sollten möglichst viele BesetzerInnen noch am Vormittag zur Besetzung dazustossen.

Mal sehen, ob die Besetzung mindestens bis Dienstag bis zur Pressekonferenz mit vielen Prominenten aufrecht erhalten werden kann.

für das ganze Fotoalbum der Besetzung klick auf das Bild

für das ganze Fotoalbum der Besetzung klick auf das Bild

Rettet den Augartenspitz

Hier wird dokumentiert, wie wir BewohnerInnen der Leopoldstadt uns gegen die Zerstörung und Vermarktung unseres öffentlichen Raumes wehren!

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