Die Magistratsabteilung 45, zuständig für den Gewässerschutz in Wien, hat heute mittag die Fortsetzung der Probe-Bohrungen untersagt. Ein toller vorläufiger Erfolg der unermüdlichen Arbeiten der Bürgerinitiativen.

Die Wiener Sängerknaben haben erst Ende Juni um die Genehmigung angesucht und ohne Vorliegen eines behördlichen Bescheids mit den Bohrungen begonnen – und im Vorfeld mit Hilfe der WEGA friedliebende Menschen der Bürgerinitiative aus dem Weg geräumt.

Wie nunmehr eindeutig feststeht, gab es keine rechtliche Grundlage für die Einrichtung der Baustelle am Augartenspitz und der damit ursächlich in Zusammenhang stehenden Räumung. Der Standpunkt der Bürgerinitiative bzw. das Beharren auf dem Vorweisen der behördlichen Genehmigungen hat Früchte getragen – trotz mangelnder Kooperation seitens des Wiener Magistrats.

Die Vorgangsweise der Wiener Sängerknaben, sich tolldreist über rechtliche Vorschriften hinwegzusetzen ist skandalös und lässt für die weiteren Entwicklungen nichts Gutes erahnen.

Stellungnahmen von Bezirksvorsteher Kubik oder der zuständigen Stadträtin Sima sind zur Stunde noch ausständig. Das Schweigen dieser beiden spricht Bände. Immerhin jedoch ist die MA 45 aufgrund der vielen Anrufe und der medialen Berichterstattung tätig geworden und ihrer Verantwortung in dieser Sache nachgekommen, wenn auch um mehr als eine Woche zu spät.