Die AnrainerInnen sehen es zu recht als ihren Erfolg:

„Ein weiterer Erfolg der beharrlichen Arbeit der Bürgerinitiativen:
Am Mittwoch Nachmittag hat die MA 45, zuständig für Gewässerschutz, die Fortsetzung der „Probebohrungen“ untersagt. Es hat sich herausgestellt, dass die Bauvorbereitungen ohne die nötigen Genehmigungen begonnen wurden. Damit ist jetzt klar, dass die letzte Woche durchgeführte gewaltsame Räumung und die Einrichtung der Baustelle am Augartenspitz durch ein Großaufgebot der WEGA, im Auftrag von Burghauptmann Beer und auf Wunsch des Vereins Wiener Sängerknaben, ohne rechtliche Grundlage stattfanden.“

Die BIs fordern die Einstellung der Arbeiten und Retournierung Gegenstände, die bei der gewaltsamen Räumung durch die Polizei von den Wiener Sängerknaben mitgenommen wurden.

„Das Josefinische Erlustigungskomitee, die Freunde des Augartens und zahllose Sympathisanten setzen sich weiterhin mit allen demokratischen Mitteln für den vollständigen Erhalt des Augartenspitzes ein und fordern die Verlegung des Konzerthallenprojekts auf einen geeigneten Baugrund.“

Hier ist die vollständige Presseaussendung zum Nachlesen.

Neuerlich gewalttätiger Einsatz am Augartenspitz!

Sängerknaben-Vertreter gehen gegen Filmarchiv-Mitarbeiter vor. In der Presseaussendung zeigt sich Ernst Kieninger vom Filmarchiv über die weitere Gewalttätigkeit von Mitarbeitern der Wiener Sängerknaben entsetzt:

„Nachdem vergangene Woche die friedliche Besetzung am Augartenspitz mit WEGA-Einheiten gewaltsam aufgelöst wurde, sollten für das umstrittene Sängerknaben-Bauvorhaben im Augarten nun Grundwasserbohrungen durchgeführt werden.
Am 15. Juli drangen um 4:30 morgens Vertreter der Wiener Sängerknaben überfallsartig mit einem Bautrupp in das Areal ein und trafen hektische Bauvorbereitungen. Ein für die Platzbetreuung des Sommerkino-Betriebes zuständiger Filmarchiv-Mitarbeiter wollte sich bei den Sängerknaben-Vertretern über das geplante weitere Vorgehen informieren. Daraufhin wurde er unter Gewalteinwirkung zurückgestoßen. Nachdem sich der Filmarchiv-Mitarbeiter gewehrt hatte, wurde er von den Sängerknaben-Vertretern zu Boden gezerrt und „arretiert“. Dabei erlitt er Verletzungen im Gesichtsbereich.
Der Vorfall wurde von mehreren Zeugen beobachtet und fotografisch dokumentiert. Das Filmarchiv Austria weist dieses gewalttätige Vorgehen auf das Schärfste zurück und behält sich eine Klage wegen Körperverletzung vor.
Die wenig später begonnenen Bohrungen mussten übrigens nach Überprüfung durch die zuständige Behörde wieder abgebrochen werden, weil die notwendigen rechtlichen Genehmigungen dafür nicht vorlagen.“