24. auf 25. August 2009. Nach der ereignisreichen Nacht Nr. 50 wurde deren Hinterlassenschaften entfernt. Gläser gewaschen, Tische geräumt und für das Permanent Breakfast festlich geschmückt. Ein langes Frühstück wurde es, manche hielten bis zum Abend durch. Wir nehmen zur Kenntnis, es ist eine gemäß der barocken Lustsprache FESTsetzung, somit auch ein Bericht der FESTsetzungsnacht 51.

Medien berichten wieder

Medienvertreter sind gern gesehene Gäste, berichten sie doch in alle Welt hinaus, daß hier ein öffentlicher Grünraum privaten Interessen geopfert werden soll. Diesen Interessen ist es auch egal, ob Tiere, die auf der Roten Liste stehen, ihren Lebensraum verlieren, oder jahrzehntelang gewachsene Bäume nun einfach umgeschnitten werden sollen.
So war abends schon ein Bericht auf wien.heute zu sehen, Der Standard, Die Presse und Österreich berichteten auch in ihren Printmedien, in den Online-Medien brachten alle relevanten einen Bericht.
Auf krone.at läuft eine Umfrage.

Bürgermeister Häupl als Mediator – hat Busek ihm schon Phantasien eingehaucht?

Ein weiterer Bericht vom Standard sorgt für Gesprächsstoff, nämlich Bürgermeister Häupl bietet sich als Mediator an. Zuerst schickt er das Büro Schicker vor, will keinen Kontakt mit den AugartenspitzschützerInnen, nun will er Mediator sein? Wir sind gespannt auf die Antwort der BürgerInneninitiaven morgen bei der Pressekonferenz. Zuletzt wurden sie ja beim Leitbild Augarten betrogen. Eingeladen sich einzubringen und nebenbei fallen Beschlüsse gegen BürgerInnen. Das darf es nicht nochmals geben!

Die Exekutive geht aus und ein

Auch die Polizei ist gerne gesehen, solange sie die AugartenspitzschützerInnen nicht hinausträgt und zuläßt, daß deren Habseligkeiten von der Baufirma Hazet im Auftrag der Wiener Sängerknaben verschleppt und nicht zurückgegeben werden. Immer wieder kommen VertreterInnen der Exekutive, fragen nach, lassen sich die Kundgebungsanmeldungen zeigen. Von der Sicherheitsfirma Simacek, deren Angestellte bisher hinter Gitter Dienst machten, 12 Stunden ohne Pause, kamen mehrere Männer, die sich sichtlich aufregten und Vertretern der Polizei lautstark etwas erklärten. Wir vermuten, daß die Firma Simacek um ihren guten „Job“ hier fürchtete. Der Einsatz ihrer Sicherheitskräfte ist ja überhaupt nicht notwendig. Aber wer hat, der hat, und wer „der“ ist, hat eigentlich noch viel mehr, und könnte gegen entsprechende Miete auch anderswo ein Grundstück mieten – aber nein, es soll ja „geschenkt“ sein.

AnrainerInnen kommen vorbei, Leute, die es gelesen, gesehen, gehört haben – alle freuten sich über die neue FESTsetzung.

Der Gastgarten vom Kinowienochnie wird abgebaut, es gibt wieder mehr Durchblick zum weiteren Augartenspitzdschungel. Der neue Kinderpool trifft ein, wird gefüllt und wir freuen uns auf die Kinder morgen, die nun mit dem schönen Sommerwetter nun wieder plantschen können. Abends wird auch das Kinderhaus vom Kinowienochnie zurückgebracht, die Blumen gegossen und still und lustvoll gefeiert.
Und nicht zu vergessen, der Holler, der noch nächtens (Nr. 50) gepflückt wurde, wurde den ganzen langen Tag verarbeitet und wird ab morgen den BesucherInnen in verschiedendsten Variationen kredenzt werden.
Wir wissen nicht, wie sie es macht, aber Raja hat immer wieder köstliche Überraschungen. Habt ihr zum Beispiel den Speck schon gekostet?

Die Zeltstadt wird wieder belebt

Gegen Mitternacht werden wieder die Zelte bezogen und in die Hängematten gekraxelt, die Kerzen gehen aus und nur Sterne und der Mond leuchten in den Augartenspitz.

Eine angedachte Räumung – wir haben zufällig ein Gespräch der Security mit Polizei belauschen können – findet doch nicht statt. Anzunehmen, sie wußten, es gibt noch weitere FESTsetzungsorte…
Und um 7 Uhr morgens beginnt das Permanent Breakfast. Die ersten Tagesgäste treffen ein, ein sonniger lustvoller Tag beginnt am Augartenspitz.