3910460633_d3c3a1e741_m70. Tag der FESTsetzung, Freitag, 11. September. Am Vormittag sahen sich die FESTsetzerInnen mit je einem Herr von der Burghauptmannschaft und den Wiener Sängerknaben konfrontiert, die Schlüssel am Pförtnerhäuschen tauschen wollten. Argwöhnisch wurde dies hinterfragt. – Zur Erinnerung, die Firma Simacek hinterließ beim Abgang ein offenes Pförtnerhäuschen mit allen Schlüsseln. Am nächsten Tag wurden die Schlüssel abgeholt. Das unter Denkmalschutz stehende Pförtnerhaus konnte nicht versperrt werden, jeder konnte ungehindert ein- und ausgehen!


Ungeschütztes schützenswertes Pförtnerhaus

Was tun? Es war sozusagen „Feuer unterm Dach“. – Zu Beginn der FESTsetzung des öffentlichen Raums Augartenspitz machten Unbekannte während eines Festes ein kleines Lagerfeuer (gelöscht mit einem Becher Wasser) und riefen unter falschem Namen (gibt es zufällig in einer der BürgerInneninitiatven) von der Telefonzelle (das Handy ginge nicht) die Feuerwehr. – Wird es vielleicht wieder einen Brandanschlag geben, der den AugartenschützerInnen in die Schuhe geschoben werden kann? Oder wird vielleicht vandalisiert? Seit dem die neuen Überwacher mit Kameras und Worten die AugartenschützerInnen und NützerInnen der Grünfläche persönlich „nahe treten“, wird dem Eigentümervertreter von der Republik Österreich, also von UNS, vieles zugetraut.

Burghauptmannschaft versagt im Schutz des Pförtnerhäuschens

Stellt Euch mal vor, Schloß Schönbrunn wird einfach offen stehen gelassen. Nicht vorstellbar!? Beim Pförtnerhäuschen am Augartenspitz gelten andere Denkmalschutzregeln. So wie wir alle vor dem Gesetz gleich sein sollten, gilt das auch im Denkmalschutz, außer es kommt ein privater Verein mit Investor mit bestimmten Interessenlagen… und schwupps fällt der Denkmalschutz.
Nachdem hier die Burghauptmannschaft ihrem Auftrag, denkmalgeschützte Gebäude zu schützen nicht nachkam, haben wir die Schlösser ausgetauscht und die Türen versperrt, die den Denkmalschutz noch ernst nehmen und nach wie vor daran glauben, dass das Bundesdenkmalamt seine nicht korrekte Entscheidung noch einmal überdenkt und das Ensemble Augarten vor bauwütigen Finanzhaien schützt, die ihre Gewinnabsicht mit einer sogenannten Förderung von Kindern vertuschen und legitimieren wollen. Die Schlüssel zu allen drei Türen wurden im Filmarchiv hinterlegt.

Die Vertreter von Burghauptmannschaft und Sängerknaben stritten ab, das Pförtnerhaus ungeschützt gelassen zu haben.

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Die Spitzeln vom Spitzerl sind aufs Filmen umgestiegen

Es sei den Herren gesagt, wir haben es dokumentiert, es ist hier im Blog nachzulesen, ein Video anzuschauen. Genauer gesagt, wir hätten auch eine Anzeige machen müssen und viele kritisieren es, daß diese nicht gemacht wurde. Die Burghauptmannschaft hat ihre Pflichten vernachlässigt! und tut es jetzt immer noch, statt daß sie UNSER Eigentum schützt, ist sie Handlager von privaten Investoren.

UNSER Eigentumvertreter rief die Polizei

Die AugartenspitzFESTsetzerInnen haben kein Vertrauen in die Burghauptmannschaft und wollten den Schloßtausch verhindern. Sie argumentierten, diese habe eben schon einmal die Aufsichtspflicht vernachlässigt. Diese holte die Polizei und mit dieser fragwürdigen Art und Weise, der verkehrten Welt von Denkmal- und Grünraumschutz, wo die Polizei die privaten „Vernichter“ unterstützt, erreichten sie gestern ihr Ziel, die Schlösser wurden ausgetauscht.
Daß bei einer solch doch unheimlichen Schnellaktion etwas schief geht, wundert nicht. Im vorderen Trakt des Pförtnerhäuschens ist die Stromanlage des Filmarchivs untergebracht und so muß diese den Zugang haben, ein Schlüssel für diese Tür wurde dem Filmarchiv zur Verfügung gestellt. Da dieser nicht so recht passen wollte, war das Filmarchiv gezwungen, die dafür Verantwortlichen zu informieren, alle beteiligten Herren von Burghauptmannschaft, Sängerknaben und Schlüsseldienst kamen wieder. Der Schlüssel passte zwar, der Beschlag war nicht korrekt montiert und mußte getauscht werden.

Augenspitz = Widerstand wie noch nie – geht weiter!