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"Gerümpel" von Raja Schwahn-Reichmann

In einer Presseaussendung vom 11.9.09, also noch vor der APA-Meldung mit den Klagen, ist Unmut von Nettig zu spüren, er hat mit demokratischen Rechten anscheinend nichts am Hut. Und so manche Aussagen wiederholt er auch gerne, sie werden deshalb nicht „wahrer“.

Gerümpel – Kunstwerke

So werden Raja Schwahn-Reichmanns lustvolle barocke Arbeiten und Inszenierungen weithin als Kunst be- und mit Preisen ausgezeichnet. Nettig spricht in der OTS von „Gerümpel“, das den Eingangsbereich beim Augartenspitz blockiert. – Ob Nettigs Kunstverständnis hilfreich ist bei seinem Lobbying-Job als Sonderbeauftragten für Außenwirtschaft der Stadt Wien, für den der frühere WK-Chef in einem Büro residiert, das monatlich schon vor 2 Jahren 7.000 Euro gekostet hat (war für Altpräsident Klestil gedacht, der, bevor er das Büro beziehen konnte, starb).

Martin Juen hat das „Gerümpel“ mit seiner Kamera festgehalten.

Pöbeln die Spitzel oder die erlustigenden Menschen der BürgerInneninitiativen und AnrainerInnen?

In der OTS sagt Nettig: „Vor kurzem wurden sogar Mütter mit ihren Kindern am Weg in den Augarten angepöbelt – die Kinder waren daraufhin sehr verängstigt.“ Daß die „Spitzel“ vom Spitzerl mit ihrer aggressiven Art Leute anzusprechen und zu fotografieren und zu filmen, Angst hervorgerufen haben, hat nicht nur Proteste bei Eltern mit ihren Kindern hervorgerufen, auch Erwachsene haben sich massiv beschwert. Wir haben die Spitzel immer wieder gebeten, vom Filmen und Fotografieren Abstand zu nehmen…

Familienfreundlicher Augartenspitz – die Sängerknaben haben immer noch unser Eigentum

Die BürgerInneninitiativen haben Familien mit Kindern in den Augartenspitz eingeladen, Sandkiste und Puppenhaus entworfen und gebaut, Planschbecken aufgestellt, Pavillons mit riesigen Polstern ausgestattet für lauschige Kinderlesenachmittage.
Wer hat sich diese Sachen unter den Nagel gerissen und gibt sie nicht mehr raus? Ist es die Wiener Sängerknaben ErrichtungsgmbH, die ihren Auftraggeber nicht nennen will, genauso wie die Spitzel die Auftraggeber nicht nennen wollten, und am letzten Abend dann doch die Sängerknaben nannten. Also doch die Sängerknaben – wer außer Nettig könnte hier den Anstoß/Auftrag/Befehl gegeben haben?

Ob 1.000 oder 1.744 m2… Wer nimmt es denn schon so genau?

„Insgesamt wird für den neuen Konzertsaal lediglich eine – seit Jahren als Bauland gewidmete – Fläche von 1000 m2 bebaut…“
Woher Nettig die Größe von 1.000m2 nimmt, wo doch im Mietvertrag v. 10.12.2007 1.744 m2 ausgewiesen sind und fast 1.200 m2 verbaut werden? Möchte er den Journalisten Sand in die Augen streuen?
Zu den Besonderheiten der Flächenwidmung.

Wünsche vom Bundesdenkmalamt

Bezeichnend ist auch der Hinweis: „Auf Wunsch und mit ausdrücklicher Zustimmung des Bundesdenkmalamts wird das Pförtnerhaus in den Neubau integriert.“ – So dreht man das um! Das Bundesdenkmalamt hatte bis dahin die Zustimmung verweigert und erst massive Umplanungen mit Einbeziehung des Pförtnerhäuschens, das aber trotzdem ausgehöhlt wird, ergaben später die Zustimmung des BDA zu den Plänen, was aber trotzdem nicht sein dürfte, wird haben schon berichtet.

Generalsponsor = Knebelungsvertrag

Die Republik Österreich zahlt die Ausbildungskosten und stellt das Schloß Augarten für die Sängerknaben zur Verfügung, die Kids touren dafür durch die Welt und singen für Österreich.
Wie hinter den Kulissen flüsternd weitergegeben wird, sind manche der Altknaben und Eltern unglücklich mit dem Generalsponsor Pühringer. Viele andere Firmen, die den Sängerknaben nahe stünden, seien bereit gewesen, unterstützend tätig zu werden. Jetzt regiert Pühringer absolut. In anderen Ländern, Schweiz, Deutschland, ist Geld nicht alles. Ist die Republik Österreich käuflich – sind wir käuflich? – Vor allem erspart man sich Steuern, in diesen „gemeinnützigen“ Konstrukten…

„Der Grund ist keine öffentliche Fläche, sondern gehört der Republik Österreich…“

Ein paar Tage sagt Nettig im APA-Interview wieder:

„Der fragliche Augartenspitz sei eben keine öffentliche Fläche, sondern gehöre der Republik“ (17.09.2009)


Markus Rathmayr fragt sich nun in „Zitat der Woche“, wem denn eigentlich die Republik gehört, da nach Nettigs Definition es gar keine öffentlichen Flächen mehr gibt.

„Die Geisteshaltung spricht Bände und steht stellvertretend für das abgehobene und pseudo-elitäre Benehmen nicht nur der Sängerknaben, sondern auch vieler Politiker (selten Innen) von Schwarz über Blau bis Rot (Häupl).“