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Kettensäge gegen BaumschützerInnen

Heute früh war es also so weit. Die Rodungsspezialisten der Firma „Grünwert“ (kein Scherz) haben unter massiven Polizeischutz (15 Mannschaftswagen) mit der Rodung der Bäume begonnen.

Es gelang einigen AugartenschützerInnen allerdings auf Bäume zu klettern und diese unter Einsatz ihrer Gesundheit zu schützen. Derzeit sind insg. 6 AktivistInnen auf 4 Bäumen. Doch das war den Rambos im Auftrag der Sängerknaben egal. Sie haben dennoch Äste von den Bäumen geschnitten, auf denen die BaumschützerInnen sitzen. Marke Salamitaktik, und das mit einem Grinsen im Gesicht. Die Polizei hat bereits erklärt, dass sie für die Sicherheit der BaumschützerInnen nicht mehr garantieren kann.

Normalerweise käme jetzt der Satz ‚Wieso muss erst etwas passieren, bevor etwas passiert?’. Doch diesmal kommt der Satz bereits zu spät, denn es ist bereits etwas passiert. Eine ältere Frau wurde, nachdem sie von der Polizei aus dem Gelände weggetragen wurde, mit der Rettung abtransportiert. Mit Verdacht auf Herzinfarkt.

Dem Sängerknaben-Präsident Nettig dürfte das alles egal sein, offenbar hat er die Baufirma angewiesen, ohne Rücksicht auf Verluste das Gelände baumfrei zu machen. Die diversen Gesprächsangebote der AugartenschützerInnen hat er nicht angenommen. Auch Bürgermeister Häupl hat sein Versprechen, zu vermitteln nicht gehalten. Nettig beruft sich auf sein „Recht“ zu bauen, alles andere ist ihm offenbar egal.

Derzeit sind noch 6 BaumschützerInnen auf den Bäumen

Doch nicht erst seit Hainburg wissen wir: ‚Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht.’ Ein erstes großes Zeichen des Widerstands nach der heutigen Brutalo-Räumung ist die Kundgebung der AugartenschützerInnen um 15 Uhr am Augartenspitz. Kommt alle und schaut euch selber diese Schande einer angeblichen Kulturinstitution an.

Wolfgang

Aktuelle Fotos von der Rodung

Die Sängerknaben-Truppe setzt den Bauzaun im Dunkel der Nacht durch

Die Sängerknaben-Truppe setzt den Bauzaun im Dunkel der Nacht durch

Mitten in der Nacht, heute um 4 Uhr stehen drei PolizistInnen und ca. ein Dutzend Männer in Zivil vor dem Eingang zum Augartenspitz. Die Polizei fordert die Augartenspitz-BewahrerInnen auf, das Schloß am Eingang zu öffnen. Daraufhin schneidet die private Truppe im Auftrag der Sängerknaben die Kette am Eingang auf und stürmt das Gelände.

Alle Zelte, Tische, Skulpturen usw., die auf der Wiese stehen werden abgeräumt und auf den Weg zum Filmarchiv verfrachtet. Einzig und allein eine einzelne Augartenspitz-Bewahrerin kann auf der Wiese sitzend verbleiben.

Sie entfernen die FestsetzerInnen gewaltsam

Sie entfernen die FestsetzerInnen gewaltsam...

Bei der Räumung und dem darauffolgenden Aufstellen des Bauzaunes durch die Sängerknaben-Truppe („Wir haben einen Auftrag, wir machen ja nur unseren Job.“) kommt es zu tätlichen Übergriffen. Ein Schlag ein die Rippen, ein verdrehter Daumen und ein Schlag in die Hoden sind die Folge. Ob das der Auftrag der Auftraggeber war?

Und die Polizei schaut dabei nur zu.

Bürgermeister Häupl hat in den letzten Wochen erklärt, dass er a) für eine Vermittlung zwischen den Konfliktpartnern zur Verfügung steht und b) dass es zu keinem Polizeieinsatz mehr kommen wird.

Wie zu befürchten war das eine reine Hinhaltetaktik. Es kam zu keinem Gespräch mit dem Bürgermeister und an der heutigen Räumung war die Polizei abermals beteiligt.

… und die Polizei sieht bei den Übergriffen nur zu

… und die Polizei sieht bei den Übergriffen nur zu

Aktueller Stand, Mi., 7.10., 8 Uhr:
Die Wiese am Augartenspitz ist mit einem Bauzaun abgesperrt, eine einzelne Augartenspitz-Bewahrerin hält auf der Wiese Stellung und acht – von den Sängerknaben beauftragte – Männer stehen auf der Wiese herum und warten offenbar auf weitere Anweisungen von den Sängerknaben.

Und heute um 10 Uhr haben die Augartenspitz-BewahrerInnen eine Pressekonferenz vor Ort zu den aktuellen Entwicklungen angesetzt.

Ab 18.00 Uhr plant der Verein „Freunde des Augartens“ eine Kundgebung am Augartenspitz. Je mehr AugartenfreundInnen daran teilnehmen, desto besser. Die PolitikerInnen sollen sehen, dass der Erhalt des Augartenspitzes vielen Menschen am Herzen liegt.
Bitte kommt alle.

Augartenspitz-Bewahrerin mit Hund

Augartenspitz-Bewahrerin mit Hund

Keine Lösung für die Reisebusse

Keine Lösung für die Reisebusse

Als Reaktion auf unsere letztwöchige Pressekonferenz zu den durch die Konzerthalle zu erwartenden Verkehrsproblemen für dir AnrainerInnen hat SP-Bezirksvorsteher Kubik eine Presseaussendung ausgeschickt.

Laut BV Kubik arbeitet „der Bezirk“ schon längst an einem neuen Verkehrskonzept für die Konzerthalle. Interessant, davon haben wir bisher nichts gehört. Möglicherweise wird es nun ein Bezirksvorsteher-Verkehrskonzept geben. Was wohl die Sängerknaben dazu sagen werden? Ob die schon davon gehört haben?

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Primär geht es bei dem Disput über die geplante Konzerthalle der Sängerknaben am Augartenspitz natürlich um die Frage, ob öffentlicher Grünraum im Stadtzentrum an Private vergeben werden darf.

Aber die Konzerthalle würde auch beträchtliche Verkehrsprobleme verursachen, die bei diesem Standort wohl kaum in den Griff zu bekommen sind. Doch die Stadt Wien betreibt hier reine Vogel-Strauß-Politik.


Die Empfehlungen dieses Verkehrsgutachtens können nicht umgesetzt werden Den Rest des Beitrags lesen »

Heute morgen hat die Anti-Terrorgruppe Wega der Polizei den Augartenspitz geräumt.

Der Augartenspitz gehört der Republik Österreich, also uns Allen!

Die Burghauptmannschaft verwaltet den Augartenspitz nur im Auftrag des Volkes.

Wir protestieren auf’s Schärfste gegen die kalte Enteignung des öffentlichen Raumes!

Kommt heute Nachmittag zur großen Demo FÜR den Augarten!

Zeit: Mi., 8.7., 15h
Ort: Vor der Einfahrt zum Augartenspitz
(2, Obere Augartenstraße/Castellezgasse)

Gewaltfreier Widerstand FÜR den Augarten

Gewaltfreier Widerstand für den Augarten, gegen private ökonomische Interessen

Heute, Mi., 8.7. um 6:30 in der Früh versammelten sich ca. 15 Mannschaftswägen der Polizei mit an die 100 Polizisten (Polizistinnen kamen erst später dazu) vor der Einfahrt zum Augartenspitz und forderten die AugartenschützerInnen auf, den Augartenspitz zu verlassen.

Um 7 Uhr begann schließlich der Polizeieinsatz, der auf Veranlassung der Burghauptmannschaft Wien erfolgte. Hier ein Video davon.

Das Schloss wird aufgeschnitten

Das Schloss wird aufgeschnitten

Die AugartenschützerInnen, die sich am Gelände befanden, wurden nacheinander rausgetragen. Einem Augartenschützer, der sich mit einem Fahrradschloss an das große Einfahrtstor gekettet hatte, wurde das Schloss sehr ruppig aufgeschnitten.

Zur Zeit stellen die Bauarbeiter gerade einen neuen Bauzaun auf. Die Wega ist inzwischen abgezogen und eine private Security-Mannschaft hat die Bewachung des Areals übernommen.

Die Bohr- und Rodungsarbeiten werden wohl noch heute beginnen. Der private Mäzen will schließlich seine Cash-Cow bald sprudeln sehen.

Es ist einfach deprimierend, wenn man zuschauen muss, wie der Öffentlichkeit der öffentliche Raum geraubt wird. Und das von den sogenannten „Freunden und Helfern“ im Auftrag der Burghauptmannschaft, die das Gelände, das nicht ihr gehört, nur für die Allgemeinheit verwalten soll.

Bauarbeiter mit Polizeieskorte

Bauarbeiter mit Polizeieskorte

Rettet den Augartenspitz

Hier wird dokumentiert, wie wir BewohnerInnen der Leopoldstadt uns gegen die Zerstörung und Vermarktung unseres öffentlichen Raumes wehren!

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